Im Zellaer Propsteikeller ist auch in diesem Jahr eine Ausstellung von Holzschnitzarbeiten, vornehmlich von Kindern des im Sommer stattgefundenen Schnitzsymposiums im Fischbacher Schullandheim unter der bewährten Leitung von Kerstin Genschow, zu sehen. Weitere Holzbildhauerarbeiten vergangener Jahre und Kalligraphien bereichern die Ausstellung.
 
Zur  1175-Jahrfeier in Fischbach fand am 26. August 2012 ein historisches Dreschfest statt. Dort wurde das Dreschen von Getreide mit dem Dreschflegel vorgeführt, außerdem eine mit einem Lanz Bulldog und mit Hand angetriebene Dreschmaschine. Ein enthüllter Gedenkstein mit der Thüringer Hymne wurde eingeweiht.
Während des 4. Kindersymposiums in den Sommerferien unter dem Motto Natur erleben konnten die Kinder ihre eigenen Ideen umsetzen. Ein neuer Baumstamm für die Kinderkunstmeile mit den Namen aller Schnitzer sowie rhöntypischen Zeichen wurde geschaffen. Das erste Kunstwerk aus dem Jahr 2011 hat seinen Platz vor dem Kreativraum gefunden.
Der diesjährige Osterschnitzkurs für Kinder stand unter dem Motto Mandalas und fand vom 11.-13. April 2012 im Kreativraum mit 15 Teilnehmern statt.
 

Ostern steht vor der Tür 

das war das Motto für ein österliches Eiergestalten am Dienstag, den 3. April , im Schullandheim in Fischbach.
Was man einmal gelernt hat, das vergisst man nicht meint Frau Anita Ruppert, die in der Nähe von Cottbus geboren und aufgewachsen ist. Für das künstlerische Gestalten von Ostereier sind die Menschen in ihrer früherer Heimat (Niederlausitz) weltweit bekannt. Warum sollte man eine so schöne Tradition nicht auch in der Rhön fortführen und die Menschen damit erfreuen.
Wie schon im vergangenem Jahr fanden sich viele Interessierte, ob Jung oder Alt, in der  Schule im Grünen ein, um das sorbische Handwerk zu erlernen und künstlerische Ostereier zu gestalten, um damit Freunde und Verwandten zum Fest mit den eigenen Kunstwerken zu überraschen. Wenn es oft auch nicht beim ersten Anlauf so klappte wie  man es sich vorstellte, so musste man nicht verzagen, Frau Ruppert war da und half zu richten. In der Regel gelang dann schon das zweite und dritte Ei so gut, das man es am liebsten behalten und nicht verschenkt hätte.

Altes bewahren und Neues erlernen,

das ist das Motto im Schullandheim in Fischbach. Dabei geht es nicht nur um die Kinder, auch die Eltern- und Großelterngeneration hat alte handwerkliche  Fähigkeiten und Fertigkeiten über die Jahre verlernt oder durch unsere Leistungsgesellschaft gar nicht erst gelernt. Es gibt zur  Zeit  nur noch wenige Menschen, die in unserer Region noch ein Spinnrad bedienen  und einen Faden spinnen können, der sich stricken lässt und auch noch gut aussieht. Die Zeiten, in denen die Bauern der Rhön auf Ihre Schafe und deren Wolle angewiesen waren und aus der rauen Wolle des Rhönschafs dicke und kratzige Pullover und mehr gestrickt wurde, damit man schön warm steckte, sind lange vorbei.
Trotzdem gilt es die handwerkliche Fähigkeit zu erhalten und als Tradition weiterzuführen.
Aus diesem Grunde trafen sich am 31.3. wieder einige Frauen aus der Region in der Schule im Grünen , um unter Anleitung von Frau Brigitte Ansorg  das alte Handwerk zu erlernen und weiterzugeben.
 
Der Baumberater Gerhard Schmidt aus Fischbach hatte zu einem Baumschnittkurs ohne Hokus - Pokus nach den natürlichen Wuchsgesetzen eingeladen. Da viele Teilnehmer schon am Kurs Veredlung teilgenommen hatten, konnte Herr Schmidt in seinen theoretischen Teil hier lückenlos anknüpfen. Das im theoretischen Teil Erlernt,e  wurde dann an den uralten Bäumen der Streuobstwiese neben dem Schullandheim praktisch ausprobiert.
Trotz Wind und Kälte waren die Teilnehmer vom Kurs begeistert und baten Herrn Schmidt seine Kurse Im Herbst fortzuführen.
Themen sollten sein: Sortenbestimmung oder Schädlingsbekämpfung ohne Chemie
 
Schullandheim Schule im Grünen in Fischbach
feierte 5. Geburtstag

Es sind nun schon 5 Jahre her, seit das Schullandheim in Fischbach nach seiner Schließung im Jahre 2001, durch den Verein Schule im Grünen Fischbach e.V. wiedereröffnet wurde. Das Haus 5 Jahre als Schullandheim zu führen, dass war auch die Auflage der Gemeinde Fischbach beim Verkauf des Hauses an die Fam. Hößel im Jahre 2006. Es gab nur wenige, die daran geglaubt haben, dass ein Schullandheim in dieser Größe, nach der langen Schließzeit und mit einem Verein mit 20 Mitgliedern, die auf die gesamte Bundesrepublik verteilt sind, überhaupt lebensfähig ist. Angefangen von den territorialen Banken, die nicht bereit waren das Projekt mit einer Anschubfinanzierung zu unterstützen, bis hin zum Landesverband der Schullandheime in Thüringen e.V., welcher im Vorfeld den Betreibern des Hauses keinen Einblick in die Arbeit der Schullandheime gewährten, galt es viele Mauern der Skepsis und der Vorurteile einzureisen.
Am Ende führte ein gutes Konzept, eine hohe Zielstrebigkeit, flexible Mitarbeiter und eine gute Zusammenarbeit mit Vertretern der umliegenden Gemeinden, dem Forstamt Kaltennordheim, dem Landschaftspflegeverband, der Thüringer Verwaltung des Biosphärenreservats, um nur einige zu nennen, dazu, dass das Schullandheim in Fischbach wieder einen festen Platz im Verband der Thüringer Schullandheime eingenommen hat.
Die Auszeichnung des Hauses mit dem Qualitätssiegel der Dachmarke Rhön in der Kategorie Umweltbildung, die Vollmitgliedschaft im Landesverband der Schullandheime in Thüringen e.V. sind Ausdruck der gestiegenen Leistungskraft des Hauses.
Was wäre aber ein Schullandheim ohne Schulklassen. In einem Schullandheim gilt es ja nicht nur zu feiern. Schullandheimbesuch bedeutet ja , Schule an einem anderen Lernort erleben. In einer Vielzahl von Projekten, die sich am Lehrplan der Schulen orientieren, können die Schülerinnen und Schülern beispielsweise im Bereich Umweltbildung ihr Wissen wiederholen bzw. festigen oder neue Sachverhalte und Zusammenhänge erlernen,
Natürlich kommt auch der Spaß nicht zu kurz, so steht den Klassen moderne Vorführtechnik zur Verfügung und im Außenbereich ein wunderbarer Grillplatz.
Unweit des Hauses befinden sich der Sportplatz und der Spielplatz der Gemeinde Fischbach, die durch die Besucher der Schule im Grünen genutzt werden können.
Davon und von noch viel mehr konnten sich die Besucher, die zum Tag der offenen Tür am 24. März das Haus besuchten, überzeugen. Nach der Besichtigung des Hauses nutzten die Besucher bei Kaffee und Kuchen die Zeit zu einem regen Erfahrungsaustausch. Auch gab es die Möglichkeit der Naturpädagogin Annekatrin Lemke und der Holzbildhauermeisterin Kerstin Genschow, die das Schullandheim regelmäßig mit Kreativangeboten unterstützen, beim Filzen und Schnitzen über die Schulter schauen oder mitzumachen.
Da unser Haus keinerlei staatliche Unterstützung erfährt, möchte sich der Verein Schule im Grünen Fischbach e.V. auf diesem Wege noch einmal bei allen Besuchern, Förderern und Spendern bedanken, die mit ihrem Engagement mithelfen, das Haus interessanter und attraktiver zu gestalten. Ziel ist es, im Außenbereich noch mehr Möglichkeiten einer modernen Umweltbildung zu schaffen. Jede Spende kommt bei uns 1 zu 1 den Kindern zugute.
 
Erwachsenen Schnitzkurs im Schullandheim

Wie schon im vergangenen Jahr setzt die Schule im Grünen in Fischbach ihre Schnitzkurse für Erwachsene auch in diesem Jahr fort.
So trafen sich am 3. März die Interessierten im Kreativraum  des Schullandheims  in der Schulstraße, um unter Leitung von Holzbildhauermeisterin Kerstin Genschow ihrem Hobby nachzugehen und kleine Kunstwerke zu schaffen. Mandalas waren dieses Mal das Thema. Dabei wurde der Fantasie und der Kreativität der Teilnehmer freien Lauf gelassen.
Auch diejenigen, die ihr eigenes Thema gewählt hatten, kamen auf ihre Kosten und wurden mit Rat und Tat unterstützt. Die Kurse im Schullandheim sind deshalb so interessant, weil es hier eine gute Mischung gibt zwischen Anfängern und solchen, die schon an mehreren Kursen teilgenommen haben. Man sich auch gegenseitig helfen  und  Erfahrungen austauschen.
Als jüngster Teilnehmer nahm Jahn Heidrich aus Oechsen am Kurs Teil. Er wollte nicht bis zum nächsten Kinderschnitzkurs warten und hat seine Eltern so lange genervt,  bis sie ihn angemeldet haben.